Ausgeprägte Insulinresistenz

Was ist eine Insulinresistenz?

Eine ausgeprägte Insulinresistenz kann vielerlei Ursachen haben. Am häufigsten entsteht diese im Rahmen des sogenannten metabolischen Syndroms und zeigt sich durch einen hohen bis sehr hohen Insulinbedarf. Das metabolische Syndrom fasst eine Reihe von Erkrankungen zusammen, die auch unter dem Begriff der ‚Wohlstandserkrankungen‘ bekannt sind. Im Einzelnen sind dies ein arterieller Bluthochdruck, Adipositas sowie ein gestörter Blutzucker- und Fettstoffwechsel. Häufig kann bei ausgeprägte Insulinresistenz selbst mit großen Mengen an Insulin (z. T. über 100 IE pro Tag) der Blutzucker nur unzureichend kontrolliert werden.

Welche Behandlungsansätze bieten wir an?

Zur akuten Behandlung einer ausgeprägten Insulinresistenz hat sich seit vielen Jahren in unserer Abteilung die Durchführung von sogenannten Hafertagen bewährt. Dabei wird in der Regel über zwei (bis drei) Tage eine Haferkost zu den drei Mahlzeiten angeboten, die mit Gewürzen und rohem Gemüse verfeinert wird. Unter der Therapie kann in den meisten Fällen die Insulindosis um 30-50% reduziert werden. Bei einem überwiegenden Teil der Patienten ist dieser Insulin-einsparende Effekt über mehrere Wochen anhaltend.

Darüber hinaus wird in Havelhöhe bei ausgeprägter Insulinresistenz auch eine strukturierte Fastentherapie nach Buchinger erfolgreich eingesetzt. Diese wird begleitet von Entspannungsverfahren, kunst- und bewegungstherapeutischen Angeboten sowie pflegerischen Anwendungen aus der Anthroposophischen Medizin. Hiermit gelingen häufig beeindruckende Einsparungen des Insulinbedarfs.

Im Verlauf kann von den Betroffenen durch eine Optimierung der Ernährung und Steigerung der Bewegung die Insulinresistenz langfristig verbessert werden. Angebote aus der Anthroposophischen Medizin, insbesondere bewegungs- und kunsttherapeutische Angebote, aber auch das Diabetes-Coaching können helfen, diese Selbstwirksamkeit zu steigern.