Neuigkeiten

Erstes Zero Emission Hospital in Deutschland bis 2030

„Die Klimakrise ist ein medizinischer Notfall“ - das ist das Leitmotiv der 2020 im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gegründeten Klimaschutzgruppe „Health for Future Havelhöhe“. Mit dem Ziel, sich konkret und regional für den Klimaschutz einzusetzen und gleichzeitig über die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Gesundheit aufzuklären, arbeiten die Vertreter*innen aller Gesundheitsberufe in Havelhöhe zusammen.

Anfang November hat die Gruppe nun ein Kick-off-Symposium „Luft fürs Klima“ veranstaltet, um ein Leuchturm-Projekt für eine ökologische Medizin auf den Weg zu bringen. Das Krankenhaus Havelhöhe will das erste Zero-Emission-Hospital in Deutschland bis 2030 werden. Das Symposion wurde von international renommierten Vertreter*innen unterstützt. Prof. Hans-Joachim Schellnhuber (PIK), Dr. Martin Herrmann (KLUG e.V.), PD Dr. Christian Schulz (Uni München), Laura-Marie Strützke (Hubertus Khs.), Dr. Stefan Ruf (Mäander Potsdam), Prof. Dr. Harald Matthes (GKH, Charité), Nick Watts MD (London) und Dr. Christian Grah (GKH) waren die Referierenden für das hochgesteckte Klimaziel.
„Hier an diesem Ort setzen wir das weltweit gesetzte Pariser Klimaabkommen einfach um und übernehmen eine Vorreiter-Funktion: wir setzen uns dieses Ziel bereits bis 2030, denn die 1,5-Grad-Grenze der Erderwärmung muss unser aller Ziel sein. Die 2,0-Grad-Leitplanke können wir verhindern, denn sie wäre bereits eine riesige „Leid“-Planke“, so Projektleiter Dr. Christian Grah.

„Health for Future Havelhöhe“ will alle Mitarbeiter*innen im Krankenhaus und auf dem Campus Havelhöhe mit dieser Initiative anstecken und darüber hinaus mit dem Bezirk und der Region zusammen an den Klimazielen von Paris arbeiten. Alle Vertreter*innen von Gesundheitsberufen sollten eine Allianz bilden. Gesundheit der Menschen ohne Gesundheit der Erde ist nicht denkbar.

Havelhöhe arbeitet deswegen mit der Deutschen Allianz für Klima und Gesundheit (KLUG e.V.) zusammen. „Es geht um unsere Gesundheit, ja tatsächlich um das Leben auf der Erde. Konkret wollen wir zeigen, wie man ein Krankenhaus so organisieren kann, das eine ökologisch nachhaltige Umgebung für kranke Menschen geschaffen wird, die gleichzeitig auch der Entwicklung des Klimawandels entgegenwirkt.“, begründet Dr. Grah das Engagement der Klinik.

Hintergrund
Klimaschutz wird auf dem Campus Havelhöhe schon seit 25 Jahren betrieben: Bereits 1995 wurde die „AG Ökologie“ gegründet. In den folgenden Jahren hat sich diese Arbeitsgemeinschaft dafür eingesetzt, von Heizöl auf Erdgas und auf Ökostrom zustellen. Es wurde ein Energie-Spar-Vertrag geschlossen und mehrere Blockheizkraftwerke errichtet. Von über 6000 t CO2 hat das Krankenhaus damit seine C02-Emission auf weniger als 2000 t CO2/Jahr reduziert. „Mit dem Kick-off-Symposion ist jetzt der Startschuss für die schwierigste Etappe des Klimazieles gegeben, denn inzwischen ist klar: Um die Erderwärmung aufzuhalten, brauchen wir ein anderes Tempo.“, ist Dr. Grah überzeugt.

Klimamanager*in für Havelhöhe
Noch in diesem Jahr startet das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe mit der Ausbildung einer Klimamanagerin im Rahmen des Projekts „KLIK green“ in Krankenhäusern in Deutschland. Neben der Zielsetzung des Zero Emission Hospital sollen damit die Projekte zur Transformation für eine ökologische Medizin gesteuert werden.

Kontakt für weitere Informationen
Health for Future Havelhöhe, Kladower Damm 221, 14089 Berlin, Ansprechpartnerin: Yvette Gebert, E-Mail: havelhoehe@healthforfuture.de

Einen ersten Mitschnitt des Symposions finden Sie auf Youtube: https://www.youtube.com/KlinikHavelhoehe      


Informationen zur Besuchsregelung im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

  • Patientinnen und Patienten dürfen einmal täglich von einer Person zeitlich reduziert (ca. 1 Stunde) Besuch empfangen. Ausgenommen sind Schwerstkranke und Sterbende, für die es keine Besuchseinschränkungen gibt.
  • Nicht zu Besuch kommen dürfen Besucherinnen und Besucher mit akuten Atemwegsinfekten.
  • Alle Besucherinnen und Besucher melden sich bitte immer zuerst am Tresen des Bereichs/der Station, damit Sie in das geltende Hygienekonzept eingeführt werden.
  • Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Einhaltung der Handhygiene (Händedesinfektion vor Betreten des Bereichs/der Station und beim Verlassen) sind erforderlich.
  • Der Besuch in Mehrbettzimmern von mehreren Patienten zur gleichen Zeit ist zu vermeiden. Bitte nutzen Sie daher auch die Tagesräume auf den Stationen. In Patientenzimmern bitte immer den Mindestabstand von 1,5 m einhalten.
  • Wenn möglich, bitte mit Patientinnen und Patienten nach draußen gehen.

 

Nach § 5 Absatz 3 der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung bestimmt die für Gesundheit zuständige Senatsverwaltung Näheres zu Besuchsregelungen in Krankenhäusern. Die Krankenhaus-Covid-19-Verordnung tritt einen Tag nach Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Berlin (am Samstag, den 17. Oktober 2020) in Kraft.

Eröffnung der Geriatrischen Tagesklinik am 1. September 2020

Am 1. September 2020 wird die neue Geriatrische Tagesklinik in Havelhöhe eröffnet. Diese wird das bestehende Angebot der vollstationären geriatrischen Akut-Rehabilitation ergänzen. Dazu wurden direkt unterhalb der stationären Geriatrie im Untergeschoss von Haus 23 neue, helle Räume für 15 teilstationäre Patienten geschaffen.

Die Tagesklinik richtet sich an Patienten, die keinen vollstationären Behandlungsbedarf haben, aber zur Wiedererlangung Ihrer Selbstständigkeit oder zur Verhinderung von Pflegebedürftigkeit einer intensiven geriatrischen Rehabilitation bedürfen. Die Tagesklinik vereint die therapeutischen und medizinischen Angebote der Anthroposophischen Akutgeriatrie mit dem Wohnen im häuslichen Umfeld. Mit der Behandlung in der Tagesklinik, die werktäglich zwischen 8.30 und 15 Uhr in Havelhöhe stattfindet, kann unter Umständen ein vollstationärer Krankenhausaufenthalt vermieden oder verkürzt werden.

Die Patienten benötigen für die Geriatrische Tagesklinik lediglich eine Einweisung von ihrem behandelnden Arzt. Das geriatrische Team in Havelhöhe kümmert sich um alles Weitere: um die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ebenso wie um den Transport zwischen Wohnung und Krankenhaus.

PD Dr. Dominique Finas ist neuer Leiter Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Seit dem 1. August 2020 ist PD Dr. med. habil. Dominique Finas Leiter der Abteilung Frauenheilkunde und Geburtshilfe im GKH. Er ist Nachfolger von Dr. Cornelia Herbstreit, die nach 17 Jahren ausscheidet.

PD Dr. Finas war über viele Jahre in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikum Schleswig-Holstein/Campus Lübeck leitender Oberarzt und in leitenden Funktionen im Bereich Senologie, gynäkologische Onkologie, Chemotherapie-Ambulanz, Endometriose, Dysplasie, Urogynäkologie, Andrologie, Perinatalzentrum und interdisziplinäres Tumorboard sowie im integrierten Risk Management tätig. Nach mehrjähriger Tätigkeit in Bielefeld als Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe mit Perinatalzentrum, mikroinasiver und Roboter-basierter Chirurgie war PD Dr. Finas zuletzt in Magdeburg zunächst Chefarzt am städtischen Klinikum mit Brustzentrum, dann stellvertretender Klinikdirektor an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin mit Perinatalzentrum verantwortlich für das Brustzentrum, das interdisziplinäre Tumorboard, für die Dysplasie-Sprechstunde, die onkologische Studienzentrale, die Endometriose sowie für die mikroinvasive und Roboter-basierte Chirurgie in der Gynäkologie.

 

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe erhält zum fünften Mal KTQ-Zertifikat

"Wir bedanken uns für die tolle Aufnahme und den offenen, transparenten Austausch. Wir werden die Empfehlung aussprechen, Ihnen das KTQ-Zertifikat erneut zu erteilen." Die abschließenden Worte des Ärztlichen Visitors Dr. Henrik Herrmann bei der Präsentation des Abschlussberichts für die fünfte KTQ-Zertifizierung unserer Klinik lösten Erleichterung und Freude bei allen Beteiligten aus.

Als Stärken wurden im Abschlussbericht unter anderem besonders hervorgehoben: die Erweiterung der Therapieoptimierung Anthroposophische Medizin, die Schärfung des onkologischen Profils, die Risikoanalysen in sensiblen Bereichen, die elektronische Patientenakte und OP-Planung, eine hohe Durchdringung des Qualitätsmanagements sowie mitarbeiterorientierte Arbeitszeitmodelle. “Gehen Sie Ihren Weg konsequent weiter!”, so Herrmann abschließend.

Der Nachweis eines internen Qualitätsmanagements ist für Krankenhäuser gesetzliche Pflicht. Die KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen GmbH) hat das interne Qualitätsmanagement des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe jetzt erneut in sechs Bereichen bewertet: Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit-Risikomanagement, Informations- und Kommunikationswesen, Unternehmensführung und Qualitätsmanagement.

Silke Biesenthal-Matthes ist neue Leitende Ärztin der Psychosomatik in Havelhöhe

Ab dem 1. April 2020 übernimmt Silke Biesenthal-Matthes die Leitung der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Sie tritt die Nachfolge von Frau Dr. Michaele Quetz an, die nach 13 Jahren in den Ruhestand geht.

Silke Biesenthal-Matthes ist Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Fachärztin für Innere Medizin und Suchtmedizinerin. Ihre Schwerpunkte sind Essstörungen, Trauma-Folgestörungen und die Behandlung junger Erwachsener im Peergruppensetting (Transitionspsychosomatik).

Seit 2007 war sie als Oberärztin und ab 2011 als stellvertretende Leitende Ärztin der Psychosomatik im GKH Havelhöhe tätig.

 

25 Jahre Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe – 25 Jahre Integrative Medizin in Berlin

„Wir sollten zusammenarbeiten, um aus dem attraktiven Standort einen sehr attraktiven zu machen.“ Mit diesen Worten forderte Prof. Dr. Harald Matthes 1993 alle Beteiligten aus dem Trägerverein, der Spandauer Bezirksverordnetenversammlung und der Verwaltung auf, den Aufbau einer anthroposophischen Klinik in Berlin am Standort Havelhöhe zu unterstützen.

Nach dem Fall der Mauer und der Vereinigung der beiden Stadthälften wurde es erforderlich, die Berliner Krankenhauslandschaft im Sinne einer Trägervielfalt neu zu strukturieren. Nach Verhandlungen über den richtigen Standort und die grundsätzliche Sinnhaftigkeit einer anthroposophischen Klinik für Berlin, kam es im Dezember 1994 zwischen dem Senat, dem Bürgermeister von Spandau und dem anthroposophischen Trägerverein zur Unterzeichnung des Betriebsübernahmevertrages für das bis dahin „Städtische Krankenhaus Spandau, örtlicher Bereich Havelhöhe" unter der Ärztlichen Leitung von Prof. Matthes, dem damals jüngsten Ärztlichen Leiter Deutschlands.

In den zurückliegenden 25 Jahren ist das Gemeinschaftskrankenhaus (GKH) Havelhöhe stetig gewachsen. Seit 1993 sind sechs neue Abteilungen dazu gekommen: 1996 die Eröffnung der Gynäkologie mit der 1998 errichteten Geburtshilfe, in der im Januar 1998 das erste Kind geboren wurde und die heute zu den beliebtesten Geburtskliniken Berlins gehört.

2002 kam die Psychosomatische Abteilung hinzu, die 2016 durch eine Psychosomatische Tagesklinik ergänzt wurde. Im März 2006 wurde das damalige Viszeral-Zentrum in Haus 14 eröffnet. Heute beherbergt es die Gastroenterologie mit Endoskopie, das Darmkrebszentrum und die Chirurgie, seit 2016 mit Plastischer Chirurgie und Handchirurgie. Momentan wird die geriatrische Abteilung um 15 Betten erweitert.

Seit 2014 ist das GKH ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Onkologisches Zentrum mit Brustkrebszentrum, Darmkrebszentrum, Lungenkrebszentrum und einer interdisziplinären Onkologie mit Supportivmedizin und Palliativstation. Ein Gynäkologisches und Hämatoonkologisches Krebszentrum sind im Aufbau.

Fast alle sechs Bettenhäuser auf dem 18 ha großen Grundstück wurden grundsaniert und bestehende erweitert. Die Zahl der Betten steigt stetig an (von 318 Betten 1993 auf aktuell 384 Betten) ebenso wie die Patientenzahlen (von 6.215 im Jahr 1995 auf aktuell 13.319). Dementsprechend steigt auch die Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kontinuierlich (von 600 im Jahr 1995 auf aktuell 900).

 

Dr. med. Jessica Groß ist neue Leiterin des Brustzentrums Havelhöhe

Seit dem 15. Oktober 2019 leitet Dr. med. Jessica Groß das von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Brustzentrum Havelhöhe. Sie ist Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Senior Mammaoperateurin DKG/DGS und Fachexpertin Brustkrebszentren OnkoZert.

Nach Stationen in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Waldfriede Berlin und als Oberärztin im St. Gertrauden Krankenhaus Berlin mit Schwerpunkt Brustzentrum, war sie seit 2014 am Universitätsklinikum Charité tätig, zunächst als Leiterin des Brustzentrums am Campus Benjamin Franklin und seit 2018 Leiterin des Brustzentrum am Campus Charité Mitte. Ab Anfang 2019 war sie darüber hinaus geschäftsführende Oberärztin der Senologie der Charité.

Auftanken in Havelhöhe

Jetzt können Mitarbeiter und Besucher im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe in Spandau an zwei Ladestationen mit vier E-Mobility-Ladepunkten ihre Fahrzeuge mit Ökostrom aufladen. Die vom Land Berlin geförderten Ladestationen neben der Haupteinfahrt der Klinik am Kladower Damm wurden in einer Kooperation des Krankenhauses mit den Berliner Stadtwerken sowie dem Ladesäulenbetreiber ChargePoint eingerichtet.

„Mit unserem Pilotprojekt erhöhen wir die Anzahl öffentlich benutzbarer Ladesäulen in Berlin-Spandau. Frei zugängliche Plätze wie bei uns gibt es im Ortsteil Kladow bisher noch nicht", sagt Andreas Küntzel, technischer Leiter im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Das Laden ist einfach möglich. Jeder E-Autofahrer kann mit der ChargePoint-App die Ladesäulen finden und den Ladevorgang sowohl starten als auch beenden. Die Kilowattstunden können in der App, mit Kreditkarte oder via PayPal beglichen werden. „Klimaschutz und Gesundheitsförderung gehören für uns zusammen", beschreibt Andreas Küntzel die Beweggründe für das ökologische Engagement der Klinik.

„Wir möchten die Elektromobilität in Deutschland vorantreiben und es den Fahrern so einfach wie möglich ma-chen, ihr Auto jederzeit und überall aufzuladen. Wir freuen uns daher, gemeinsam mit den Berliner Stadtwerken den Mitarbeitern und Besuchern des Krankenhauses Havelhöhe das Stromtanken „nebenbei" zur Arbeit oder einem Besuch in der Klinik anbieten zu können", so Norbert Juchem von der ChargePoint GmbH.

„Wir sind in der Stadt viel mit dem öffentlichen Nahverkehr und mit dem Rad unterwegs. Brauchen wir mal einen Pkw, dann fährt der natürlich elektrisch. Diese neuen Ladestationen sind für uns ein Einstieg in diese Technik und die logische Folge aus unserem Geschäftsmodell, lokalen Ökostrom für die Berlinerinnen und Berliner verfügbar zu machen", ergänzt Dr. Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke.

 

Akutmedizin Havelhöhe stellt sich neu auf

Ab 1. Juni 2019 fusionieren die beiden Abteilungen Kardiologie und Intensivmedizin am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe (GKH) unter der Gesamtleitung von Dr. Fabrizio Esposito zu einer gemeinsamen Abteilung Kardiologie/Intensiv- und Notfallmedizin. Mit dem altersbedingten Ausscheiden des Leitenden Kardiologen Dr. Dr. Andreas Fried wird der Bereich Kardiologie durch Dr. Jan Guggemos und PD Dr. Klaus Pels kollegial geführt.

Die Kardiologie am GKH bietet das gesamte Spektrum einer modernen konservativen und invasiven Kardiologie mit 24 h Herzkatheter, Behandlung des akuten Herzversagens mittels Herzkreislauf-Unterstützungssystemen, perkutane Implantation von Aortenklappen in Kooperation mit der Charité,  elektrophysiologische Diagnostik und Therapien (EPU/Ablation) und das gesamte Spektrum der kardiologischen Device-Therapie (Schrittmacher inklusive CRT, ICD etc.). Ergänzend wird die kardiologische Diagnostik eines Kardio-MRT angeboten.

„Jeder hat seinen eigenen Kilimandscharo…“

Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe lädt am Donnerstag, dem 6. Juni 201919 um 18 Uhr zu einem Bildervortrag und anschließendem Gespräch mit Tom Belz ein. Mit nur einem Bein und zwei Krücken bestieg er 2018 erfolgreich den höchsten Berg Afrikas, den Kilimandscharo.

Tom Belz ist 32 Jahre alt. Mit 8 Jahren erhielt er die Diagnose Knochenkrebs. Nachdem die Chemo­therapie nicht anschlug, wurde ihm ein Bein amputiert. „Mein Leben ist aber nicht ansatzweise so, wie man es vielleicht von einem jungen Mann, welcher nur ein Bein hat, denkt. Es ist genau das Gegenteil! Ich bin Tom Belz aka TOMNATIVE und meine Behinderung ist keine Entschuldigung!“, sagt Tom Belz heute selbstbewusst.

Mit 10 Jahren entschied er sich dazu, keine Prothese zu tragen und einbeinig weiterhin Fußball und Schlagzeug zu spielen. Seit 7 Jahren arbeitet er als Gruppenleiter in einer Tagesförderstätte für geistig und stark mehrfach behinderte Menschen.

Tom Belz möchte mit seiner Geschichte motivieren, nicht aufzugeben und eigene Grenzen immer wieder aufs Neue zu erkunden. „Es war kein einfacher Weg, aber definitiv eine Erfahrung, welche ich nicht missen möchte.“

Der leitende Oberarzt der Schmerzmedizin in Havelhöhe, Dr. med. Sven Sommer, eröffnet die Veranstaltung mit einem Kurzvortrag über das multimodale Behandlungskonzept der Abteilung. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung bitte telefonisch unter der Nummer 030/36501-197. Der genaue Veranstaltungsort wird bei Anmeldung bekanntgegeben.

WHO-Konferenz in Havelhöhe

Mitte Dezember 2018 haben sich im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe Vertreter der World Health Organization (WHO) zum Anerkennungsverfahren der Anthroposophischen Medizin als ein Integratives Medizinsystem der WHO getroffen. Im Rahmen der dreitägigen Konferenz wurde ein Benchmarking der verschiedenen Therapieverfahren der Anthroposophischen Medizin und deren Ausbildungen vorgenommen. Ziel war es, einen Abgleich der Ausbildungsstandards
zu anderen anerkannten holistischen Medizinsystemen (zum Beispiel TCM) der WHO vorzunehmen.
„Die WHO-Vertreter*innen zeigten sich von der Fundierung, den Ausbildungsanforderungen und vor allem von der praktischen Umsetzung der Anthroposophischen Medizin in das GKV-System in Deutschland beeindruckt. Die Besichtigung unseres Krankenhauses trug dazu bei, den integrativen Charakter der Anthroposophischen Medizin als ‚Best Practice‘ von konventioneller und komplementärer Medizin zu demonstrieren und hat großen Respekt bei den Teilnehmer*innen gefunden“, berichtete Prof. Dr. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter und Geschäftsführer am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. 2019 soll nun daran gearbeitet werden, die verschiedenen anthroposophischen Ausbildungscurricula mit den WHO-Anforderungen weiter abzugleichen, „… um dann hoffentlich im Jahr 2020 die WHO-Anerkennung der Anthroposophischen Medizin als Integratives Medizinsystem zu erlangen“, so Matthes abschließend.  

Gesundheitssenatorin lobt Havelhöhe

Dilek Kolat, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung besuchte am 2. Mai im Rahmen ihrer Krankenhaustour das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe. Bei einem Rundgang zeigten ihr der Ärztliche Leiter, Prof. Dr. Harald Matthes, und Susann Güsmar, Pflegedienstleitung, die gastroenterologische Station und die hochmoderne, interventionell orientierte Endoskopie mit 24-Stunden-Bereitschaft. Anschließend führte sie Peter Bläsi, Kunsttherapeut und Mitglied der Krankenhausleitung, in das plastische Gestalten ein.

In einem anschließenden Gespräch mit der Krankenhausleitung, dem Patientenfürsprecher und Pflegenden aus verschiedenen Verantwortungsbereichen ging es vor allem um das Führungskonzept und den Stellenwert der Pflege im Gemeinschaftskrankenhaus. „Durch die kollegiale Führung und die interprofessionelle Zusammenarbeit“, sagt Geschäftsführerin

Christa Foppe, „gibt es in Havelhöhe einen anderen Umgang mit der Pflege.“ In Havelhöhe arbeiten Pflegende, Ärzte und Therapeuten gleichberechtigt zusammen und auch in den Führungsgremien des Krankenhauses sind Pflegende vertreten. „Dieser Ansatz und besondere Karriereprogramme, wie das der Pflegeexperten, macht Havelhöhe als Arbeitgeber attraktiv.“, ist Christa Foppe überzeugt. So konnten in den vergangenen Jahren bereits durch gezielte Programme und Kommunikationsmaßnahmen neue Mitarbeitende in der Pflege gewonnen werden, trotz der angespannten Lage und der großen Konkurrenz auf dem Pflegearbeitsmarkt.

„Es ist attraktiv für junge Menschen, was Sie hier anbieten und ein großartiges Beispiel, wie man Pflegende in Managementaufgaben einbindet“, fasste Dilek Kolat den Eindruck ihres Besuchs lobend zusammen.

Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert Lungenkrebszentrum im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe

„Sie machen Patientenversorgung auf höchstem Niveau. Sie leben Ihr Zentrum, das ist bei allen Mitarbeitern spürbar und die Patienten profitieren von Ihrem integrativen Konzept.“, so das Fazit der Auditoren vom unabhängigen Zertifizierungsinstitut der Deutschen Krebsgesellschaft OnkoZert. „Der Gesamteindruck aus dem Audit ist äußerst positiv.“

Zum wiederholten Male hat das Onkologische Zentrum im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe unter Leitung von Dr. Friedemann Schad ein Audit von OnkoZert erfolgreich durchlaufen. Das Onkologische Zentrum in Havelhöhe umfasst ein seit 2012 zertifiziertes Brustkrebszentrum, ein seit 2013 zertifiziertes Darmkrebszentrum und nun auch ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum.

„Die Versorgungsqualität für Lungenkrebspatienten im Sinne des Nationalen Krebsplans zu verbessern ist eine bundesweite Aufgabe. Die ergänzenden Therapieangebote der integrativen Medizin in der Thoraxonkologie stellen dabei einen Aspekt der Versorgung dar, mit dem wir diese Aufgabe auf besondere Weise vorantreiben wollen“ sagt Dr. med. Christian Grah, Leiter des Lungenkrebszentrums im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe.

Die Versorgung von Lungenpatienten hat in Havelhöhe eine lange Tradition. Seit über 50 Jahren ist der Name Havelhöhe mit der Lungenheilkunde verbunden. Zuerst als Tuberkuloseklinik, dann als alleinige Lungenklinik und seit 1995 als Abteilung für Pneumologie innerhalb des Anthroposophischen Krankenhauses Havelhöhe. Seitdem wird hier, wie auch in allen anderen Abteilungen des Gemeinschaftskrankenhauses, ein anthroposophisch-integrativer Therapieansatz verfolgt und wissenschaftlich begleitet. Das Onkologische Zentrum Havelhöhe vereint schulmedizinische und leitlinienorientierte Diagnostik und Therapie mit den integrativen Ansätzen der Anthroposophischen Medizin. Dies heben auch die Auditoren hervor: „Eine sehr gute interdisziplinäre Zusammenarbeit ist nachweisbar und erlebbar.“ Lobend äußern sie sich über die Patientenorientierung im palliativmedizinisch-integrativen Bereich und über die Nachsorge. „Das Projekt der Nachsorgesprechstunde ist als beispielhaft anzusehen.“

Chirurgie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe unter neuer Leitung

Am 01.September 2017 hat Dr. med. Patricia Dé-Malter die Leitung der Abteilung für Chirurgie/Viszeralchirurgie und Darmkrebszentrum im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe übernommen. Sie folgt PD Dr. med. Hans-Peter Lemmens, der nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Dr. Dé-Malter bietet das gesamte Spektrum der Allgemein- und Viszeralchirurgie einschließlich der kolorektalen Chirurgie, der Magen-, Pankreas-, Leber- und Ösophagus-Chirurgie an. Den Großteil der Operationen führt sie minimalinvasiv durch.

Dr. Dé-Malter hat ihre chirurgische Weiterbildung im Universitätsklinikum Charlottenburg der FU/Charité Campus Virchow-Klinikum bei Prof. Dr. med. Emil Sebastian Bücherl und Prof. Dr. med. Peter Neuhaus absolviert. Sie ist Fachärztin für Chirurgie, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Bereits seit 2000 arbeitet sie als Oberärztin in der Chirurgie im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe und ist seit 2013 stellvertretende ärztliche Leiterin der Abteilung.

Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe erhält zum vierten Mal KTQ-Zertifikat

„Jahrelange Arbeit an unserem Qualitätsmanagement hat nicht nur unsere Organisation vorangebracht, sondern in erster Linie die Versorgung unserer Patienten nachhaltig verbessert. Dies zeigen auch die durchweg positiven Ergebnisse unserer Patientenbefragungen - und: Eine gute Patientenversorgung ist das, was wir erreichen wollen“, so Christa Foppe, Geschäftsführerin und Mitglied des Leitungskreises im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe.

Der Nachweis eines internen Qualitätsmanagements ist für Krankenhäuser gesetzliche Pflicht. Die KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen GmbH) hat das interne Qualitätsmanagement des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe jetzt erneut in sechs Bereichen bewertet: Patientenorientierung, Mitarbeiterorientierung, Sicherheit-Risikomanagement, Informations- und Kommunikationswesen, Unternehmensführung und Qualitätsmanagement. „Anthroposophische Medizin und Pflege wird hier gelebt. Man sieht, dass Sie sich mehr Zeit nehmen für den Patienten. Der Patient ist von der Geburt bis zum Tod gut bei Ihnen aufgehoben.“ Mit diesen Worten hatte bereits der pflegerische Visitor die Abschlussbesprechung der viertägigen Visitation eingeleitet und die Empfehlung zur erneuten Verleihung des KTQ-Zertifikats für Havelhöhe an die KTQ-Gesellschaft ausgesprochen, die nun bereits zum vierten Mal bestätigt wurde.

Station für supportive Krebsmedizin eröffnet

Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe bietet onkologischen Patienten seit kurzem eine Station für supportive Krebsmedizin mit 18 Betten. Sie ist Teil des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Onkologischen Zentrums und in der Abteilung für Interdisziplinäre Onkologie & Palliativmedizin angesiedelt. Aufgenommen werden Patienten, die, unabhängig vom Stadium der Erkrankung, im Verlauf ausgeprägte Symptome entwickelt haben und denen es zunehmend schlechter geht. Das Spektrum der Behandlungen reicht von der Linderung körperlicher Beschwerden, wie Übelkeit und Erbrechen, ausgeprägter Erschöpfung und Müdigkeit (cancer-related Fatigue) über Schmerzen bis hin zu Depressionen und Ängsten oder Schwierigkeiten im sozialen Umfeld. Die Station schließt eine Lücke zwischen Diagnostik, Akutstation, ambulanten onkologischen Zentren und Praxen, Rehaeinrichtungen oder gegebenenfalls terminaler palliativer Betreuung.

Internationale Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden, zeigen ein klares Bild: Werden onkologische Akuttherapien bereits in einem frühen Stadium der Erkrankung von supportiven Maßnahmen begleitet, verbessert sich die Lebensqualität der Patienten deutlich und ihre Lebenszeit verlängert sich (z.B. Temel 2010 (JCO), Bakitas 2015 (JCO), Zimmermann 2014 (Lancet)).

Kontakt Station für Supportive Krebsmedizin:
Dr. med Philipp von Trott zu Solz
Oberarzt
Telefon: 030 – 36501 – 360
E-mail´: onkologie@havelhoehe.de

Gute Bewertung für Gastroenterologie-Praxis am MVZ Havelhöhe

Die Gastroenterologie-Praxis am MVZ-Havelhöhe wird von Berliner Ärzten am häufigsten für eine Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge empfohlen! Dies ist das Ergebnis einer Ärzteumfrage, die in der aktuellen Ausgabe „Krebs heilen“ des Magazins "Tagesspiegel GESUND" veröffentlicht ist.  
Der Tagesspiegel führt regelmäßig Umfragen unter ambulant tätigen Berliner Ärzten zu empfehlenswerten Krankenhäusern und Spezialpraxen durch. Bei der letzten Umfrage, an der knapp 3000 niedergelassene Ärzte teilgenommen haben, wurden Allgemeinmediziner und Internisten auch um ihre Empfehlungen für Vorsorgekoloskopien gebeten. Die Gastroenterologie-Praxis am MVZ-Havelhöhe erreichte mit 10,8 Prozent die größte Anzahl an Empfehlungen. Die Praxis ist Kooperationspartner des Darmkrebszentrums Havelhöhe.

Erfolgreiche Flüchtlingshilfe

Was zunächst als freiwillige Initiative begonnen hatte, ist jetzt ein reguläres medizinisch-pflegerisches Angebot : Im Frühjahr dieses Jahres hat das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe vom Berliner Senat den Auftrag bekommen, die medizinische Versorgung von Asylsuchenden zu übernehmen. In der nahegelegenen Erstaufnahmeeinrichtung im Waldschluchtpfad wurde ein sogenannter MedPunkt eingerichtet. Dreimal in der Woche werden dort medizinische Sprechstunden für Flüchtlinge angeboten, die sehr gut angenommen werden. Inzwischen hat sich ein festes Behandlungsteam gefunden, das die regelmäßige Versorgung der Menschen gewährleistet.

Onkologisches Zentrum Havelhöhe erneut zertifiziert

Als einziges onkologisches Zentrum mit integrativem Ansatz in Deutschland hat die Deutsche Krebsgesellschaft das Onkologische Zentrum des Gemeinschaftskrankenhauses Havelhöhe im Juni erneut erfolgreich auditiert.

Innerhalb des Onkologischen Zentrums erfüllen die Organzentren für Darmkrebs, Brustkrebs und Lungenkrebs allesamt die strengen Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft. Nach der Erstzertifizierung des Brustkrebszentrums im Jahr 2012 und der kontinuierlichen Entwicklung in den folgenden Jahren wurde die hohe fachliche Expertise der onkologischen Versorgung in Havelhöhe damit erneut bestätigt. Zum Ende des Jahres soll sie in einem gynäkologischen Krebszentrum weiter ausgebaut werden.

Kontakt Onkologisches Zentrum:
Dr. med Friedemann Schad
Leiter des Onkologischen Zentrums
Telefon Sekretariat: 030 – 36501 - 360
E-mail:onkologie@havelhoehe.de